Erfahrungsberichte

Meine erste Begleitung

Reinhard Krutz

Die Entscheidung zur Teilnahme an diesem Kurs habe ich lange vor mir hergeschoben und der Zufall wollte es, dass ich in der Tageszeitung einen Artikel über eben diesen Kurs gelesen habe. Eigentlich hatte ich gar keine Zeit, denn wer kann als Berufstätiger schon dienstags um 16 Uhr an so einer Veranstaltung teilnehmen? Ist doch nur eine Ausrede dachte ich mir und habe es eben zeitlich so eingerichtet, dass ich meistens pünktlich da war.

Erstes Intensivwochenende des neuen Befähigungskurses

Befähigungskurs

Im Oktober 2019 startete für neue Ehrenamtliche der Hospizgruppe ein Befähigungskurs mit 11 TeilnehmerInnen. Das zweite Januar-Wochenende stand für diese ganz im Zeichen der Hospizvorbereitung. Wir starteten am Freitag mit einer 4-stündigen Zusammenkunft, unterbrochen von einem gemeinschaftlich organisierten Abendessen.

Samstag um halb neun waren alle wieder da und wir begannen den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. 

Dem eigenen Sterben begegnet - das Leben wahrgenommen

Mitte

Für mich war das Seminar ein Aufruf zum Leben und eine Geschenk für mein Leben!

Ich habe erleben, erspüren und erfahren dürfen, was es heiß­t, lebendig zu sein. Mittels spannender und tiefgehender Methoden haben wir uns unserem eigenen Sterben gestellt und haben eine Idee vom Abschied erfahren: Wir haben uns verabschiedet von unseren Lieben, sie haben sich von uns verabschiedet; wir haben uns verabschiedet von dem, was für uns das Leben ausmacht, von dem was wir lieben; wir haben uns damit auseinandergesetzt, wie wir uns unseren Abschied vorstellen und wünschen.

„genau mein Ding“ - Erfahrungen mit dem Befähigungskurs 2015

E-Kurs mit Gitarre

Rückblickend kann ich sagen: „Die Entscheidung für den Kurs zur ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterin war der Beginn zur aufregendsten Reise meines Lebens und damit verbunden, einer Reise zu mir selbst.“

Mein ursprüngliches Ziel war, frühzeitig dafür zu sorgen, für mich einen Plan B zu haben, wenn meine Kinder flügge werden. Das somit entstehende Mehr an Freizeit wollte ich sinnvoll verbringen.

"Dem eigenen Sterben begegnen - das Leben begrüßen"

GRuppe

Ein Wochenende in Bad Salzuflen im April

Bereits als ich 16 Jahre alt war, begegnete mir der Tod auf sehr unsanfte Weise, als mein Bruder starb. Dieses Ereignis und weitere unerwartete Todesfälle in der Familie hinterließen in mir unterdrückte Trauer und Angst. Dem eigenen Sterben begegnen; das wollte ich, um dem Schrecken Tod die Kraft zu nehmen und durch ein bisschen Loslassen mehr in meine Freiheit kommen. Das Seminar kam wie gerufen.

Bericht aus dem Vorbereitungskurs Frühjahr 2008

Mitte

Was habe ich mit Hospizarbeit zu tun? - Initial wollte ich bloß mal schauen, wie andere mit der letzten Phase des Lebens umgehen. Im April startete ein neuer Einführungskurs der Hospizgruppe Bünde. Eine bunt gemischte Gruppe

(2 Männer, 10 Frauen; aus unterschiedlichen Berufsgruppen; manche am Berufsanfang, andere am Berufende, mitten drin oder berentet; die einen allein stehend, andere mit Familie), traf sich in den Räumen des Lukas Krankenhauses im lockeren, gemütlichen Rahmen.

Begleitung eines etwa sechzigjährigen Mannes auf der Palliativstation

Mein erster Besuch findet 4 Wochen vor dem Heimgang des Patienten statt. Obwohl seine Sprache durch die Krankheit beeinträchtigt ist, ist ein Austausch von Erinnerungen und ein Gespräch über gesellschaftliche Dinge möglich.

Bei weiteren Besuchen, z.T. auch mit der Ehefrau und anderen Angehörigen des Patienten, entsteht ein vertrautes Band und die tragende christliche Botschaft rückt zunehmend in den Mittelpunkt.

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