Erfahrungsberichte

Begleitung eines etwa sechzigjährigen Mannes auf der Palliativstation

Mein erster Besuch findet 4 Wochen vor dem Heimgang des Patienten statt. Obwohl seine Sprache durch die Krankheit beeinträchtigt ist, ist ein Austausch von Erinnerungen und ein Gespräch über gesellschaftliche Dinge möglich.

Bei weiteren Besuchen, z.T. auch mit der Ehefrau und anderen Angehörigen des Patienten, entsteht ein vertrautes Band und die tragende christliche Botschaft rückt zunehmend in den Mittelpunkt.

Sterbebegleitung als Nachbarschaftshilfe

Unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin Ruth Vahle berichtet über ihre erste Sterbebegleitung außerhalb des famliliären Rahmens:

Meine erste Begleitung entstand durch einen Pflichtbesuch. Wir kennen das alle: In unserem Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft lebt ein Mensch mit einer unheilbaren Krankheit. Man weiß, es ist ein Besuch fällig

und doch schiebt man den Besuch immer wieder auf. Fragen waren da, was spreche ich mit dem Menschen, was soll ich mitnehmen? Ängste stiegen in mir auf.

Interview mit Frau Diestelhorst

Frau Diestelhorst, Sie sind seit dem Anfängen der Gruppe vor 5 Jahren dabei. Wie hat das alles angefangen?

Angefangen hat das für mich damit, dass ich an einem Einführungskurs teilgenommen habe, in dem ich mich mit meinen Einstellungen zum Leben und zum Tod auseinandersetzen musste.

Was waren für Sie die wichtigsten Erkenntnisse?

Es ist für mich wichtig zu wissen, dass ich nur Weg-Begleitung sein kann und dass jeder Sterbende seinen letzten Weg allein gehen muss.

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