Häufig gestellte Fragen

Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen einige Fragen beantworten, die häufig an uns gestellt werden.

 

Für wen ist die Gruppe da?

Die Zielsetzung der Hospizgruppe ist es, Sterbenden die letzte Phase ihres Lebens zu erleichtern. Das Angebot richtet sich deshalb an alle Menschen, die sich in dieser letzten Lebensphase befinden und denen es gut tut, wenn jemand bei ihnen ist. Weltanschauung, Religionszugehörigkeit oder Nationalität spielen dabei natürlich keine Rolle.

In der Regel sind es die Angehörigen oder Pflegekräfte, die sich an die Hospizgruppe wenden, z.B. wenn ein Sterbender in Anwesenheit einer Person offensichtlich ruhiger und entspannter wird und die Angehörigen nicht immer anwesend sein können oder kaum Angehörige vorhanden sind.

Die Mitglieder der Gruppe besuchen - je nach Situation - die/den Sterbende/n sowohl im Krankenhaus oder im Pflegeheim als auch in Privathaushalten. Ein enger Kontakt zu den Angehörigen ist ausdrücklich erwünscht. Einmal, um Vorlieben und Abneigungen der/des Sterbenden kennen zu lernen und den zeitlichen Rahmen der Betreuung sinnvoll zu gestalten, zum anderen aber auch, um den Angehörigen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen zu können (z. B. bzgl. Verlusterfahrungen).Zum Seitenanfang

 

Wer kann mitmachen?

Mitglied der Gruppe kann prinzipiell jede/r Erwachsene werden. Wichtige Voraussetzungen zur Mitarbeit sind:

  • der Wunsch, Sterbenden und deren Angehörigen beizustehen
  • die Bereitschaft, sich mit den Themen Sterben, Leid, Tod und Trauer auseinander zu setzen; dazu gehört auch die Offenheit, diese Themen auf das eigene Leben und Sterben zu beziehen
  • Toleranz gegenüber anderen Lebenseinstellungen, Lebenskonzepten oder Weltanschauungen.
  • Die Bereitschaft zur Teilnahme an einem Vorbereitungskurs. Zum Seitenanfang

 

Wie sieht ein Gruppentreffen aus?

Ein wichtiger Punkt bei unseren Treffen ist der Austausch über die Erfahrungen, die  innerhalb der Begleitungen gemacht werden. So gibt es Raum das Erlebte zu erzählen, zu reflektieren und mit anderen über aufkommende Fragen oder Unsicherheiten zu sprechen. Die Teilnahme an den Begleitgruppentreffen ist ein fester Bestandteil der zur Mitarbeit in der Hospizgruppe verbindlich dazugehört.

Darüber hinaus befassen wir uns regelmäßig mit ausgewählten Themen, die für die Hospizarbeit interessant sind und haben hierzu gerne Referenten zu Gast. Im Jahr 2023 werden wir uns zum Beispiel mit den Themen "Kommunikation ohne Worte" und "Humor in der Hospizarbeit" beschäftigen.

Abgerundet wird ein Treffen häufig durch einen kurzen geistlichen Impuls, der je nach Tagesordnung am Anfang oder Ende steht.

Selbstverständlich unterliegt alles, was mit den Begleitungen zusammenhängt, unserer Schweigepflicht. Das bedeutet aber nicht, dass wir ansonsten große Schweiger sind, wir reden während der Gruppentreffen sehr viel (manchmal zum Leidwesen unserer Koordinatorinnen zu viel...), es ist häufig ernst, aber es wird auch viel gelacht.

Wir möchten jeden, der Interesse an der Hospizarbeit hat, herzlich einladen und ermutigen, uns zu besuchen und es einfach mal zu versuchen. Wir freuen uns auf Sie! Zum Seitenanfang

 

Muss man gläubig sein, um in der Gruppe mitarbeiten zu können?

Die Hospizgruppe gehört organisatorisch zum Lukas-Krankenhaus Bünde und es gibt in ihr viele christlich orientierte Menschen. Sie ist aber offen für Menschen aller Weltanschauungen, denn auch die Menschen, denen wir unsere Begleitung anbieten, haben vielfältige weltanschauliche Hintergründe. Zum Seitenanfang

 

Was kostet es, die Gruppe in Anspruch zu nehmen?

Da die Gruppe ehrenamtlich arbeitet, entstehen für die Menschen, die sie in Anspruch nehmen, keine Kosten. Über Spenden freuen wir uns natürlich. Zum Seitenanfang

 

Wie finanziert sich die Gruppe?

Einen Großteil der aktuellen Kosten tragen die Krankenkassen über eine Förderung der Koordinationsstelle und eines Teils der Sachkosten. Das Lukas-Krankenhaus stellt z.B. die Arbeitskraft der Verwaltung und manche Bürodienste zur Verfügung. Eine weitere wichtige Finanzquelle (z.B. für Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen) sind SpendenZum Seitenanfang

 

Wie erreicht man die Gruppe?

Wie Sie uns erreichen, erfahren Sie auf der folgenden Seite. Wenn Sie uns anrufen, haben Sie bitte keine Angst vor dem Anrufbeantworter, wir rufen gern zurück. Zum Seitenanfang

 

Wie sieht die Betreuung eines Sterbenden aus?

Die Betreuung eines Sterbenden und seiner Angehörigen ist sehr unterschiedlich und hängt ganz von den jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen des besuchten Menschen ab. Sie kann in der schweigenden Anwesenheit bestehen oder darin, mit ihm oder ihr durch den Raum zu gehen. Sie kann das Vorlesen umfassen, gemeinsame Gebete, kurze oder lange Gespräche oder auch mal ein Lied. Sie kann in gemeinsamer Anwesenheit mit Verwandten bestehen oder gerade darauf zielen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einmal zurückziehen zu können. Sie kann über Monate gehen oder nur einige Stunden dauern. Ihr Ziel ist es, die Besuchten nach Möglichkeit auf irgendeine Weise zu entlasten. Zum Seitenanfang

 

Leistet die Gruppe Sterbehilfe?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, was man unter Sterbehilfe versteht; denn die Gruppe versucht, Hilfe beim Sterben zu leisten, lehnt aber aktive Hilfe zum Sterben wie der Großteil der Hospizbewegung ab.

Der Wunsch zu sterben ist etwas Natürliches. Manche Menschen begleitet er durch weite Phasen ihres Lebens. Dabei hat er immer Anteile, die auf die Zerstörung der Person gerichtet sind, und andere, die nur das Ende einer bestimmten Belastung herbeiwünschen, auf ein besseres Leben zielen und damit selbst Ausdruck der Kräfte sind, die leben wollen.

Die Situation in der letzten Lebensphase ist keine grundlegend andere. Auch wenn der Wunsch zu sterben vielen Menschen hier einleuchtender als sonst erscheint, hängt seine Stärke doch entscheidend davon ab, als wie angenehm oder unerträglich die augenblickliche Situation empfunden wird. Deshalb erscheint es uns auch unabhängig von der Rechtslage, die jede Form der "Tötung auf Verlangen" unter Strafe stellt, als menschlicher, die Lebensqualität eines schwer kranken Menschen zu verbessern, als ihm zu helfen, sein Leben zu verkürzen.

Die Grundlage einer solchen Verbesserung der Lebensqualität ist eine vernünftige medizinische Betreuung (einschließlich einer guten Schmerzkontrolle und ausreichender Bekämpfung von anderen Symptomen wie Atemnot und Übelkeit). Diese wichtige Aufgabe leisten wir natürlich nicht als Gruppe Ehrenamtlicher, sondern innerhalb des Krankenhauses hat sich darauf die Palliativstation spezialisiert. Bei Betreuungen außerhalb des Krankenhauses ermutigen wir Angehörige und Patienten, eine entsprechend effektive medizinische Behandlung einzufordern und z. B. Kontakt zum Palliativen Konsiliardienst aufzunehmen. Zum Seitenanfang

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