Hospizarbeit in Zeiten von Corona

Viele Menschen sind derzeit sehr verunsichert, was Besuche und Kontakte betrifft. Was ist möglich, was ist sinnvoll, wie stimme ich mein eigenes Verhalten mit den Bedürfnissen meiner Angehörigen ab? Diese und andere Fragen bewegen die Menschen, die eine schwerkranke Person in ihrer Familie betreuen.

Nach wie vor begleiten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus Bünde kontinuierlich sterbende Menschen und ihre Angehörigen. Insbesondere, wenn der Sterbende sehr unruhig ist und nicht mehr allein sein kann, übernimmt es die Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus, bei dem Sterbenden zu sein, um die Angehörigen zu entlasten. Unsere Ehrenamtlichen haben selbstverständlich die Möglichkeit, einer Begleitung zuzustimmen oder nicht, und übernehmen somit für sich selbst die Verantwortung.

Bei allen Einsätzen wird auf die entsprechenden Richtlinien wie Abstand halten, Händehygiene, kein Körperkontakt etc. natürlich geachtet. In manchen Situationen kann es auch schon eine Entlastung sein, Telefonkontakt mit den Angehörigen zu halten und damit die Möglichkeit zu geben, sich einmal gründlich auszusprechen.

Gerne können Sie sich weiterhin bei uns melden, wir besprechen dann die Situation und entscheiden im Einzelfall. Die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen halten weiterhin regelmäßig ihre Sprechzeiten ein und bleiben für Menschen in Krisensituationen Ansprechpartner.

Auch die Begleitung Trauernder liegt uns gerade in dieser Zeit sehr am Herzen, da es viele Menschen gibt, die in ihrem Gefühlswirrwarr von Einsamkeit, Wut, Schuldgefühlen, Erleichterung und Trauerschmerz Unterstützung brauchen. Hier können Einzelgespräche helfen, eigene Gefühle und Einstellungen wahrzunehmen, sich darin zu akzeptieren und letztendlich damit in Frieden zu kommen.

Wer die Gespräche oder die Arbeit der Hospizgruppe in Anspruch nehmen möchte, möge mit den Koordinatorinnen der Hospizgruppe, Gisela Sauerland oder Petra Vogt, Kontakt aufnehmen.